VOLKSWAGEN: Werte, Werte, Werte  

Es ist eine sehr existenzielle Erfahrung, die häufig nur in einen geringen Erkenntnisgewinn verwandelt wird: Werte wie Ehrlichkeit, Integrität, nicht lügen u.a. werden missachtet mit unabsehbaren Folgen für die materielle Existenz und das immaterielle Image. Der Kursverlust bei Volkswagen um fast 20 Prozent nach der Manipulation von technischen Werten ist verheerend. Er erfasst nicht nur die bestehenden sondern auch die potenziellen Kunden – ja, die gesamte Branche: das Auto!

Wie werden solche existenziellen Erfahrungen doch noch zu einem Erkenntnisgewinn, mit dem das Verhalten von Führungskräften verändert werden kann? In dem Programm Zukunft führen geht es um die Umsetzung von Zukunftsfähigem Führungsverhalten durch sieben Schritte. Der erste Schritt beginnt mit der Frage: Was sind unsere bzw. meine Werte als Führungskraft? In Schritt zwei und drei geht es um die Frage, was die Anforderungen der Zukunft sind und welche Kompetenzen eine Führungskraft braucht, die Werte im Blick auf die Anforderung der Zukunft umzusetzen. Die weiteren Schritte unterstützen die Führungskraft in der Einschätzung und Entfaltung Zukunftsfähiger Führungskompetenz.

Werte Was sind unsere/meine Werte?
Zukunft Was sind die Anforderungen der Zukunft an Führungskräfte um diese Werte umzusetzen?
Kompetenzen Welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte um diese Anforderung der Zukunft umzusetzen?
Einschätzung Welche Kompetenzen Zukunftsfähiger Führung sind vorhanden? (Einschätzung von beobachtbarem Verhalten, Selbst- und /Fremdeinschätzung online)
Coaching Entfaltung der Potenziale Zukunftsfähiger Führung durch einen Coaching-Dialog – online
Qualifikation Individuelle Begleitung durch Seminare, Mentoring, on the job Training
Evaluation

Feedback durch Teilnehmer und Mitarbeiter, Weiterentwicklung von Organisation, Werte und Unternehmenskultur

Eigentlich ist alles Wissen um eine Zukunftsfähige, werteorientierte Führung vorhanden und verfügbar. Die Herausforderung besteht darin, dieses Wissen umzusetzen und das zu tun, was man sagt.

Carsharing vs. Dienstwagen

Carsharing, die Zukunft die keiner will? “Carsharing – nichts für echte Männer”, fragte kürzlich unser Automagazin. Flinkster, Car2Go und wie sie alle heißen, sind immer häufiger in Deutschlands Großstädten anzutreffen. Doch nutzt die breite Masse diese Dienste überhaupt? Ist Carsharing nur für ein paar Ökos und Weltverbesserer? Eine Studie von b4p hat gezeigt das über 80% der Befragten kein Interesse an Carsharing haben, ja nicht einmal Lust haben es auszuprobieren. Woran liegt das? Dabei ist Carsharing nicht nur eine tolle Sache für die Umwelt, es schont auch den Geldbeutel und entlastet das, in unseren Großstädten eh schon aus allen Nähten platzende, Straßennetz. Auch die Parkplatzsuche ist für Fahrzeugteilende angenehmer, denn es gibt neuerdings extra Parkplätze für die knapp 2%, die derzeit Carsharing aktiv nutzen. Einer der Gründe ist der Autocharakter, auf den vor allem Vielfahrer viel Wert legen und sich nur ungern in einen kleinen, hellblauen Smart2Go setzen würden. Wir befinden uns inmitten eines gesellschaftlichen Umdenkens und so nimmt Carsharing vielleicht erst in den Köpfen und dann auf den Straßen einen immer größeren Stellenwert ein.

Silicon Valley – die Jagd auf KI-Experten ist eröffnet

Alle großen und namhaften IT-Konzerne setzen zur Zeit vor allem auf ein Pferd: Künstliche Intelligenz. Egal ob Google, Facebook, Apple oder Amazon, sie alle liefern sich ein Wettrennen wenn es darum geht, Computer schneller und besser mit menschlichen Fähigkeiten auszustatten als die Konkurrenz. Daher sind IT-Experten, die sich auf Künstliche Intelligenz spezialisiert haben, zur Zeit wohl die begehrtesten Arbeitskräfte der Welt.

Künstliche Intelligenz
© pixabay

Millionen werden in die Forschung gepumpt und fähige Wissenschaftler respektive Professoren abgeworben, um sich in den Dienst der ganz Großen zu stellen. Mit Erfolg: bereits letztes Jahr konnte Google einen großen Sieg im Bereich Bilderkennung durch Künstliche Intelligenz für sich verbuchen. Eine Software ist nun in der Lage, exakt den Inhalt von Bildern zu beschreiben, wovon sich wiederum Geheim- und Überwachungsdienste einen großen Fortschritt versprechen.

Allerdings muss man nicht Google sein, um mit Künstlicher Intelligenz arbeiten zu können – Stichwort Semantische Themenportale.

Instant Articles – wie Facebook seine Macht ausbaut

Erst vor kurzem unterbreitete Google den Verlagen in Europa ein Kooperationsangebot im Wert von 150 Millionen Euro, offensichtlich ein Versuch, das angeschlagene Verhältnis zu verbessern.

Jetzt zieht Konkurrent Facebook hinterher und setzt dabei auf sogenannte Instant Articles. In Zukunft werden daher ganze Artikel und nicht mehr nur die Teaser auf Facebook veröffentlicht. Die Konsequenz: Facebook wird zur Nachrichtenplattform. Natürlich im Look&Feel der jeweiligen Magazine, nur mit dem kleinen Unterschied, dass man sich weiterhin im Facebook Universum bewegt. Zuckerberg baut sukzessive die Macht von Facebook aus und die Grenzen zu Verlagen etc. verschwimmen zunehmend, vor allem für die Nutzer.

Instant Articles
Instant Articles
© Facebook

Die Artikel der Verlage werden zwar so möglicherweise häufiger gelesen, aber die Nutzer landen nicht mehr auf den eigenen Seiten, was wiederum dort geschaltete Werbung und andere Bezahlmodelle in Gefahr bringt. Auch wenn Facebook den Verlagen im Umfeld ihrer Instant Articles Werbung zugesteht, ist anzunehmen, dass diese Kooperation große Veränderungen für die Verlage bringen wird – denn Zuckerberg diktiert die Bedingungen.

Bild und Spiegel Online sind in der momentanen Testphase mit von der Partie, ebenso wie National Geographic, die New York Times, The Guardian und einige andere.

Carly Fiorina – Ex-CEO von HP will nun ins Weiße Haus

Von 1999 bis 2005 leitete Carly Fiorina als CEO die Geschicke des amerikanischen IT-Konzerns Hewlett-Packard und wurde mehrfach zur mächtigsten Frau der Wirtschaft gekürt. Nun hat sie sich ein neues Ziel gesetzt, nämlich den Einzug ins Weiße Haus (Manager sind eben doch wie Stehaufmännchen…)

Zunehmend scheinen also Frauen das Regiment im Präsidentschaftswahlkampf 2016 zu übernehmen: Als bis dato einzige Frau kandidiert Fiorina für die Republikanische Partei und falls sie sich bei den Vorwahlen gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzt – genügend Erfahrung und Durchsetzungsvermögen dürfte sie in der ebenfalls von Männern dominierten Welt der CEOs gesammelt haben – so steigt sie gegen Hillary Clinton in den Ring.

Fiorinas Wahlkampfauftakt lief allerdings deutlich anders als geplant. Ein ihr offensichtlich nicht wohlgesonnener Unbekannter sicherte sich die Domain carlyfiorina.org und nutzte sie für einen Rachefeldzug.

Screenshot carlyfiorina.org
Screenshot carlyfiorina.org

Etwa 30.000 traurige Smileys auf schwarzem Hintergrund symbolisieren die Mitarbeiter, die zur Zeit von Fiorina an der HP-Spitze entlassen wurden. Bereits damals galt sie aufgrund ihrer umfassenden Entlassungen als umstritten, was sie nun erneut einzuholen scheint.

Unabhängig davon scheinen ihre Erfolgsaussichten bei der Wahl momentan eher gering zu sein, liegt sie doch Umfragen im Vorwahlstaat Iowa zufolge lediglich bei einem Prozent.

Der CEO Blog ist auf den Hund gekommen: CEOs mit Hund?

Seit diesem Wochenende gibt es ein neues Hundeportal:

Die Sofaterroristen!

Ziel des neuen Hundeportals ist es, die schönen Seiten vom Zusammenleben  von Hund und Mensch zu zeigen. Geplant ist u.a. eine Rubrik Reisen mit Hund und vorgestellt werden auch Top Manager, Entscheider aus Politik und Wirtschaft. Den Anfang macht Barack Obama mit seinen beiden Portugiesischen Wasserhunden.

Hundeportal
das neue Hundeportal

 

CEOs mit Hunden können sich entweder hier im CEO Blog melden oder aber gerne eine Mail an die Kollegen vom Hundeportal schreiben:

couchpotato@sofaterroristen.de

Das neue Hundeportals ist übrigens kein Magazin, sondern eine Drehscheibe für alle Hundefreunde. Geplant ist es, über den Hunde Shop Spendengelder für Tierschutzorganisationen zu generieren.

Corporate Big Data – Mitarbeiter werden berechenbar

Jeder von uns produziert Daten, ständig, ob bewusst oder unbewusst: beim Zahlen mit Kreditkarte, telefonieren und E-Mails checken oder eben beim aktiven Posten von Fotos und dergleichen. Pro Sekunde werden allein bei Facebook etwa 3.000 Bilder hochgeladen. Die Folge sind Datenmengen, die sich niemand mehr wirklich vorstellen kann: 2,5 Trillionen Bytes sollen es IBM zufolge täglich sein, die weltweit produziert werden.

Wer es schafft, diese unstrukturierten Datenmengen zu analysieren und in verwertbare Bahnen zu lenken, hat gewonnen. Es geht vor allem darum, Strukturen und Muster zu erkennen, ein lukratives Geschäft mit Daten, das auch die Arbeitswelt verändert: Big Data in Unternehmen macht es möglich, anhand ähnlicher Persönlichkeitsprofile zu erkennen, welche Mitarbeiter gefährdet sind, das Unternehmen zu verlassen (möglicherweise sogar bevor diese selbst davon wissen). Auf diese Weise können Mitarbeiter, die kurz vor dem Absprung stehen, gezielt aufgefangen und entsprechend ihrer Bedürfnisse wieder integriert werden.

Aus Unternehmenssicht wohl ein positiver Effekt, da einer hohen Fluktuationsrate so prophylaktisch entgegengewirkt werden kann. Aber aus Sicht der Arbeitnehmer? Will man das wirklich, dass das Unternehmen (fast) alles von seinen Mitarbeitern weiß? Wie gläsern kann ein Mensch werden, bevor er zerbricht?

Problem Generation Y – die Prognose deutscher CIOs und CTOs

Die vielzitierte Generation Y wird langsam erwachsen und stürmt zunehmend die Führungsetagen deutscher Unternehmen: Sie sind social-media-affin, freizeitorientiert und auf der Suche nach Selbstverwirklichung.

Deutsche CIOs und CTOs sehen für die Zukunft der IT-Branche zunehmend Probleme mit der Generation Y. Insbesondere ihre Erwartungen im Hinblick auf Gehalt und Sozialleistungen seien unerfüllbar, während gleichzeitig die Ausbildung von IT-Fachkräften den gegenwärtigen Trends im Markt kaum gerecht wird.

In diesem Kontext stellen wir uns die spannende Frage: wie sieht Führung der Zukunft aus, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Führungskräfte von morgen in Bezug auf ihre Werte, Vorstellungen, Erwartungen und Prioritäten andere sein werden, als die von heute.

BMW: Platz 1 für die beste Unternehmensreputation

In Sachen Reputation hat BMW sie alle überholt: Google, Daimler, Rolex et al. liegen im Hinblick auf die Unternehmensreputation hinter dem bayerischen Automobilkonzern.

Jährlich kürt das Reputation Institute die Unternehmen mit der weltweit besten Reputation, unter anderem nach den Kriterien Innovation, Unternehmensführung und Corporate Citizenship. Im Jahr 2015 steht nun BMW auf dem Siegertreppchen ganz oben und scheint daher vieles richtig gemacht zu haben.

© BMW GROUP
© BMW GROUP

In Zeiten informationsüberlasteter Konsumenten und zunehmend homogener Produkte wird Reputation zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor und nimmt Einfluss auf die Attraktivität als Marke, Arbeitgeber und Geschäftspartner.

Allen voran der CEO, in seiner Funktion als Repräsentant und Gesicht des Unternehmens, bewegt sich im Minenfeld der Reputation Insbesondere durch die zunehmende Personalisierung der Medienberichterstattung, aber auch die gezielte Positionierung des CEOs in der Unternehmenskommunikation lassen ihn zu einem zentralen Faktor der Reputation werden. Umso gravierender erweist sich ein Fehlverhalten seiner Person (Korruption, Vetternwirtschaft und dergleichen) für das gesamte Unternehmen.

DACH-Raum: niedrigste CEO-Fluktuation weltweit

Auch wenn bei Winterkorn et al. die Situation derzeit eine andere ist: grundsätzlich halten sich Führungskräfte im deutschsprachigen so lange auf dem Chefsessel wie in keinem anderen Land weltweit.

Das ergab eine von Strategy& durchgeführte Studie. Während die globale Wechselquote im Durchschnitt bei 14,3 Prozent lag, wies der DACH-Raum 2014 eine CEO-Fluktuationsrate von lediglich 10,3 Prozent auf. Für die deutschsprachigen börsennotierten Unternehmen ist dies nur von Vorteil, da häufige Wechsel an der Führungsspitze neben einer allgemeinen Unsicherheit häufig  auch veränderte Prioritäten und strategische Ausrichtungen des gesamten Unternehmens mit sich bringen.

Ein Blick auf das Geschlecht der neuberufenen Chefs dürfte hinsichtlich der Diskussionen um die Frauenquote erneut Öl ins Feuer gießen: in 95 Prozent der Fälle übernahmen Männer den CEO-Posten.